Die Raiffeisen-Warengenossenschaften

2.385 landwirtschaftliche Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften mit 1,6 Millionen Mitgliedern berufen sich auf die Ideen Friedrich Wilhelm Raiffeisens. Nahezu alle Landwirte, Gärtner und Winzer sind Mitglied einer oder mehrerer ländlicher Genossenschaften.

Als Markt- und Dienstleistungsunternehmen der deutschen Landwirtschaft versorgen die Raiffeisen-Genossenschaften ihre Mitglieder mit Betriebsmitteln, z. B. Futtermitteln, Düngemitteln und Maschinen. Sie erfassen und verarbeiten die gesamte Palette der tierischen und pflanzlichen Erzeugnisse. Raiffeisen-Genossenschaften sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber im ländlichen Raum. Sie erzielten im Jahr 2013 einen Gesamtumsatz von 68,7 Mrd. Euro. Gegenwärtig sind rund 82.000 Menschen, darunter ca. 4.100 Auszubildende, zahlreiche Spezialisten und hochqualifizierte Fachleute, in Raiffeisen-Genossenschaften tätig.

Vielfältige Unterstützung

Genossenschaften sind wichtige Handels- und Vertragspartner der Landwirte, besonders bei der Vermarktung tierischer und pflanzlicher Erzeugnisse sowie beim Einkauf von Betriebsmitteln. Die Geschäftstätigkeit umfasst zudem vielfältige Service- und Beratungsleistungen. Hierzu zählen u. a. die Reparatur von Landmaschinen und die Beratung der Mitglieder beim Ausbau der markt- und umweltgerechten Produktion. Für die Versorgung ländlicher Gebiete mit Bedarfsgütern sind die Genossenschaften besonders wichtig.

Sie liefern Heizöl und Kraftstoffe an gewerbliche, landwirtschaftliche und private Kunden und betreiben über 670 Bau-Fachmärkte. Über 1.600 Raiffeisen-Märkte stellen ein breites, hochwertiges Sortiment für Haus, Garten und Tiernahrung bereit. Sie tragen mit ihrem umfassenden Leistungsspektrum dazu bei, dass der ländliche Raum lebensfähig bleibt und an Anziehungskraft gewinnt.

Qualität und Sicherheit im Verbund

Für die Ernährungsindustrie, den Lebensmittelhandel und das Lebensmittelhandwerk sind die Raiffeisen-Genossenschaften, verlässliche Partner. Durch den engen Verbund mit den Erzeugern und die Zusammenarbeit zwischen Primärgenossenschaften, regionalen Zentralen und den Einrichtungen auf Bundesebene stellen die Genossenschaften die gewünschten Mengen und Qualitäten bereit.

Durch Erfassung, Lagerung und Aufbereitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse bündeln sie handelsfähige Größen. Die Genossenschaften führen strenge Kontrollen durch, arbeiten mit zuverlässigen Qualitätssicherungssystemen und garantieren einen lückenlosen Herkunftsnachweis. Die Markenprodukte genossenschaftlicher Herkunft werden von Handelspartnern und Verbrauchern im In- und Ausland sehr geschätzt.